Freitag, 26. Oktober 2007

Von Shunga bedroht

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Ich liebe ihn. Er füllte in den letzten Tagen einen wichtigen Platz in meinem Leben aus. Er wärmt und pflegt mich, ist immer aufnahmefähig und jedesmal ohne jedenWiderspruch. Er wird mir sehr fehlen, er der meinen Spültrieb wieder von Neuem entfacht hat. Der Toiletten-Computer war das missing Link für die nicht virtuell möglichen Verrichtungen im Ortlos-City Lab. Heureka, die Reise war nicht umsonst.



Doch nach der Freude folgte das Entsetzen. Der Wanderer tritt morgens vor die Haustür und findet den ersten Wegweiser.



In einem Tempel vor dem Mittagessen ? Kommt ethisch nicht in Frage.
Eine moralische Gegenrichtung wird gewählt. Runter zum Hafen. Am ersten Schiff eine Tafel.



Ja Herrgott nochmal, was ist denn in die prüden Japaner hier gefahren? Leicht geduckt schon, mit dem Rücken zur Wand, Richtung Zentrum. Um die Ecke lauert der nächste Schrecken.




Jetzt auch noch Fesselungspiele. Als mein verzweifelter Blick Hilfe suchend gegen Himmel sich hebt, wird mir klar, dieser Sündenpfuhl hier kennt kein Tabu, auch das Schmerzvollste wird öffentlich zur Schau gestellt.



Sogar im Gemeindebau.




Als ich mich voller Abscheu durch eine Seitengasse wieder zurück ins Hotel flüchtete, schloss sich der Kreis.




Momentan harre ich am Hoteldach aus bis der Morgen anbricht - in meinem Zimmer fühle ich mich nicht mehr sicher,die Leute hier mustern mich alle so seltsam und tuscheln hinter meinem Rücken.
Nur eine lange Nacht noch, dann kann ich diesem Babel wieder entkommen.




Haltet mir die Daumen.


3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi!
Würde Dir ja gerne die Daumen halten, bist aber zu weit weg...
Vielleicht kannst sie ´rüberschicken?
LG, and

Anonym hat gesagt…

hast du vom fugufisch geknabbert? das sind eindeutig zentrale störungen, wird zeit, daß du nachhause kommst, dafür halt ich meine daumen,deine will ja diese rotznase haben.
dein eduart

Anonym hat gesagt…

Hi emil,

Na schön, daß du aus der miesen herberge wieder rausgekommen bist. bin gespannt auf deine nächsten abenteuer.

Trompetenpaul